Meinungsforschung, auch Demoskopie genannt, ist eine Methode, die öffentliche Meinung zu aktuellen Fragen zu ermitteln bzw. Aufschlüsse über Meinungen, Wünsche und Stimmungen der Bevölkerung zu gewinnen. Die Meinungsforschung ist eine Disziplin der empirischen Sozialforschung.
Meinungsforschung - Allgemeine Informationen
Meinungsforschung basiert auf der Erfahrung, dass der Querschnitt der Verhaltensweisen und Einstellungen einer kleinen Anzahl von Personen häufig ein repräsentatives Bild des Gesamtverhaltens bzw. der Gesamtmeinung ist - vorausgesetzt die befragte Gruppe entspricht in der Zusammensetzung nach Merkmalen (Geschlecht, Alter, Einkommen, etc.) der Gesamtgruppe.
Meinungsforschung - Geschichte
Der Ursprung der Meinungsforschung im heutigen Sinne liegt in den USA. Dort versuchte man in den 1920er Jahren erstmals durch Probeabstimmungen die Ergebnisse der Wahlen vorherzusagen. Weiterentwickelt wurde die Meinungsforschung von G.H. Gallup, Begründer des Gallup-Instituts.
Nach dem 2. Weltkrieg entstanden auch in Deutschland eine Reihe von Meinungsforschungsinstituten, allen voran 1947 das Allensbach-Institut für Demoskopie.
Meinungsforschung - Datenanalyse
Meinungsforschung beruht auf der Analyse von Daten. In Befragungen (online, telefonisch oder persönlich) werden von einem repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung Daten gesammelt und interpretiert. Dabei kann es sich sowohl um einmalige Probeerhebungen als auch Langzeituntersuchungen handeln. Letztere werden vor allem dann angewandt, wenn Änderungen im allgemeinen Meinungsbild gemessen werden sollen.
Meinungsforschung - Thenen
Im Mittelpunkt der Meinungsforschung stehen häufig politische Meinungen (Wählerforschung), die Marktsituation, der Geschmack und Bedarf von Konsumenten (Verbraucherforschung) oder die Wirkung von Werbung.